Bauelemente Marco Hochreiter

Energie sparen

Kleines Lexikon des Energiesparens


Die Energieeinsparverordnung, EnEV
Die Energieeinsparverordnung ist seit 01.02.2002 gültig. Sie fasst die alte Wärmeschutzverordnung von 1995 und die Heizungsanlagenverordnung zusammen. Die EnEV gilt insbesondere für Neubauten und stellt höhere Anforderungen als die bisherigen Regelungen.

Heizwärmebedarf
Wärme, die den beheizten Räumen zugeführt werden muss. Bilanzgrenze ist die wärmeübergabe der Heizung an das Gebäude. Der Heizwärmebedarf charakterisiert die wärmetechnische Qualität der Gebäudehülle.

Heizenergiebedarf
Berechnete Energiemenge, die dem Heizsystem zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf zu decken. Es gehen die Verluste der Heizungsanlage durch Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übergabe der Wärme mit ein.

Endenergiebedarf
Berechnete Energiemenge, die dem Heizsystem zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf und den Trinkwarmwasserbedarf zu decken. Es gehen die Verluste der Anlage durch Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übergabe mit ein.

Primärenergiebedarf
Berechnete Energiemenge, die zur Deckung des Heizenergiebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs benötigt wird. Hierbei werden auch die Energieverluste berücksichtigt, die durch vorgelagerte Prozesse bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der eingesetzten Brennstoffe (z.B. Elektro-Energie) entstehen.

Wärmebrücke
Bauteil über das Wärme nach außen entweicht.

Taupunkttemperatur
Ist die Temperatur der Luft bei der die relative Luftfeuchtigkeit 100% erreicht. Sinkt die Temperatur weiter fällt Tauwasser an.

U-Wert
Der U-Wert, früher "k-Wert" genannt, oder Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärmeenergie in Watt durch einen Quadratmeter Wandfläche bei einer Temperaturdifferenz von 1 Grad zwischen innen und außen verloren geht. z.B. Uw = 1,2 W/m2K. Je besser die Wärmedämmung, desto geringer ist der U-Wert und damit der Wärmeverlust. Die Indizes Ug, Uf, Uw besagen, auf welches Bauteil sich der U-Wert jeweils bezieht. Dabei steht g (glas) für Verglasung, f (frame) für Rahmen und w (window) für das gesamte Fenster.

Mehrscheiben-Isolierglas
Ist eine Verglasungseinheit die aus zwei oder mehreren Glasscheiben besteht und die durch eine oder mehrere Luft- bzw. gasgefüllte Zwischenräume voneinander getrennt sind.

g-Wert (DIN EN 410)
Der g-Wert bezieht sich auf die Verglasung und ist die Kurzbezeichnung für "Gesamtenergiedurchlassgrad". Er wird in % ausgedrückt und ist die Summe aus der direkt hindurchgelassenen Sonnenstrahlung und der sekundären Wärmeabgabe nach Innen. Je größer der g-Wert, desto größer ist der Strahlungs- bzw. Wärmegewinn. Auf der Südseite eines Hauses ist der Effekt am größten: Hier werden Fenster oft zu wahren "Sonnenkollektoren".

Warme Kante
Abstandhalter zwischen den einzelnen Glasscheiben mit extrem niedriger Wärmeleitfähigkeit.

Lichtdurchlässigkeit (DIN EN 410)
drückt den direkt durchgelassenen, sichtbaren Strahlungsanteil des Lichts aus. Die Lichtdurchlässigkeit wird in % angegeben und u.a. von der Glasdicke und der Wärmeschutzbeschichtung beeinflusst. Um keine Beeinträchtigung der Belichtungsintensität im Raum zu bekommen, ist es ratsam, bei Verglasungen mit hohem Ug-Wert auf einen hohen Gesamtenergiedurchlassgrad oder auf die Lichtdurchlässigkeit zu achten.

UV-Durchlässigkeit (DIN EN 410)
Der TUV gibt die Durchlässigkeit für ultraviolette Strahlung bei Sonnenschutzgläsern an.

Farbwiedergabe-Index (DIN EN 410)
Der Farbwiedergabe-Index Ra beschreibt die Farbeigenschaften einer Verglasung, z.B. Blau- oder Grünschimmer.